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Opinion Leader–Politik
In der Ära der klassischen PR konzentriert sich die Aufmerksamkeit von PR–
Beraterinnen vor allem Anderen auf Kommunikations–Mittlergruppen, so
genannte »PR–Relaisstationen«, die als »professionelle Multiplikatoren« in
Politik und Medien, als Opinion Leaders und Fashion Leaders usw. (2) Über
zeugungsarbeit gegenüber Zielgruppen stellvertretend für PR–Professionals
leisten sollen. Die eigentlichen Kommunikationsprozesse werden mehr oder
weniger sich selbst überlassen. Im Zuge dieser Opinion Leader–Politik der
Public Relations heißt Kommunikation für Unternehmen oder Institutionen
in der Regel, »sich vorhandener Meinungsmittler und deren Kanäle und Medien
geschickt bedienen, um mit deren Kommunikations–Potenzialen zum Ziel zu ge
langen«.
DadieseKanäleaberimZugederbeschriebenenEntwicklungzunehmend Dieneue
»versanden« und ihre Funktion einbüßen, wird eine neue Definition benötigt. Definitionder
In Zukunft heißen Public Relations »kompetentundverantwortlichdieKommu Public
nikationskanäle zu Dialoggruppen kreativ bestimmen und betreiben, mit dem Relations
Ziel, die legitimen Interessen des PR–Auftraggebers auf direktem Weg zu verwirk
lichen«.
Mit Blick auf diese Definition besteht der Arbeits–Auftrag von PR–Berate
rinnen darin, laufend kreative, wirkungsvolle Kommunikations–Konzepte zu
entwickeln und umzusetzen. Insbesondere in den letzten beiden Kapiteln
konnten wir detailreich verfolgen, dass ein umfassendes Know–how über
Kommunikations–Mechanismen notwendig ist, um diesem Auftrag gerecht
zu werden. Erforderlich ist insbesondere
` solidesWissenüberdievielfältigenMechanismendergesellschaftlichen
Kommunikation
` dadieseMechanismensozialeProzessesind,dieinweitverzweigtenSub
systemenunsererGesellschaftablaufen,istsolidessozialwissenschaftlich
fundiertesKnow–hownotwendig–sowohlzurDurchführungvonAnalysen
dieserKommunikationsprozessesowiezurerfolgreichenInterventionindiese
sozialenProzesse

